Firmenverzeichnis: was Ihre Projekte über Ihre Firmen wissen

Jede Firma einmal in der Organisation statt in jedem Projekt neu — und zu jeder Firma die Gewerke, in denen sie bei Ihnen tatsächlich gearbeitet hat. Abgeleitet aus echten Kostenzeilen, nicht eingetippt.

BlitzFin fängt beim Teilen an. Ein Projektraum existiert, weil Kosten keine Privatsache einer Person sind: Bauherr, Architekt, Projektsteuerer und Buchhaltung sehen dieselben Zahlen, jeder in seiner Rolle. Das ist die erste Ebene — ein Projekt, viele Beteiligte.

Die zweite Ebene ist die Organisation. Wer regelmäßig baut, sammelt über die Jahre etwas an, das mehr wert ist als das einzelne Projekt: Erfahrung mit Firmen. Nur lag die bisher in den Projekten verstreut — und war damit praktisch nicht abrufbar. Das Firmenverzeichnis hebt sie auf die Ebene, auf die sie gehört.

Eine Firma, einmal erfasst

Unter Firmen führen Sie die Firmen Ihrer Organisation an einer Stelle: Anschrift, Ansprechpartner, E-Mail, Tätigkeitsbereiche. In einem neuen Projekt wählen Sie über „Firmen hinzufügen" aus, wer mitspielt, statt alles abzutippen.

Zwei Entscheidungen dahinter, die im Alltag zählen:

  • Jede Firma landet automatisch im Verzeichnis — egal ob Sie sie von Hand anlegen, aus dem Verzeichnis übernehmen oder per Excel importieren. Es gibt keinen Haken „auch ins Verzeichnis?", über den man nachdenken müsste. Für bestehende Projekte holt ein Knopf das rückwirkend nach.
  • Übernehmen heißt kopieren, nicht verknüpfen. Ändert sich später eine Anschrift im Verzeichnis, ändert das in keinem Projekt etwas. Ein Deckblatt von 2024 soll nicht stillschweigend eine Adresse von 2026 bekommen — was damals galt, bleibt stehen.

Der interessantere Teil: das Verzeichnis weiß etwas

Ein Adressbuch wäre die halbe Sache. Spannend wird es, weil zu jeder Firma steht, was sie bei Ihnen tatsächlich gemacht hat:

  • In welchen Projekten sie vorkommt — und mit einem Klick hinein.
  • In welchen Gewerken sie gearbeitet hat, als Kostengruppen nach DIN 276 bzw. GAEB.

Das Entscheidende daran: Diese Gewerke sind nicht eingetippt. Sie werden aus den echten Kostenzeilen Ihrer Projekte abgeleitet — aus dem, wofür die Firma bei Ihnen Rechnungen gestellt hat. Niemand pflegt sie, niemand vergisst sie zu aktualisieren, und sie können nicht schmeicheln. Wenn dort „360" steht, hat diese Firma bei Ihnen am Dach gearbeitet — weil das Geld dafür geflossen ist.

Damit ist das Verzeichnis kein Adressbuch, sondern ein kleines Nachschlagewerk über die eigenen Firmen. Wer für die Heizungsanlage des nächsten Projekts (KG 420) überlegt, wen er anfragt, sieht die Antwort aus der eigenen Historie, ohne sie zu rekonstruieren.

Ein Detail, das wir bewusst so gebaut haben: Was Sie im Verzeichnis sehen, richtet sich nach Ihren Rechten. Eine Firma, die für Sie in den Projekten nicht sichtbar ist, wird auch hier nicht gezählt und liefert keinen Gewerke-Hinweis. Ein Verzeichnis, das durch die Hintertür verrät, was die Kostenverfolgung verbirgt, wäre keins.

Ausblick: Und wenn das Wissen nicht an der Organisation endet?

Hier hören wir auf, Gebautes zu beschreiben, und fangen an, laut zu denken. Wir haben dazu keine Entscheidung getroffen — wir hätten gern Ihre Meinung.

Die Bewegung ist ja immer dieselbe: Der Projektraum teilt innerhalb eines Projekts. Die Organisation teilt über ihre Projekte hinweg. Was wäre, wenn Organisationen untereinander teilen könnten — freiwillig, und nur das, was sie wirklich teilen wollen?

Der offensichtliche Teil wäre Bequemlichkeit: Eine Firma, die auf der Plattform schon bekannt ist, bringt ihre Stammdaten und ihre Gewerke mit. Man müsste nicht erneut erfassen, was anderswo längst erfasst ist.

Der wertvollere Teil wäre Verlässlichkeit. Denkbar wäre, dass eine Firma belegen kann, was sie geleistet hat: wie viele Projekte sie auf der Plattform begleitet hat, ob es welche gab, in denen Kosten aus dem Ruder liefen, wie eng ihre Nachträge an den ursprünglichen Aufträgen blieben. Nicht als Bauchgefühl, sondern aus Zahlen, die ohnehin entstehen.

Und genau hier wird es interessant statt bloß naheliegend, denn die Fragen sind schwieriger als die Idee:

  • Wem gehören diese Daten? Sie entstehen in Ihren Projekten — aber sie handeln von jemand anderem. Teilen kann deshalb nur freiwillig sein, ausdrücklich und pro Organisation entschieden. Und wer etwas beiträgt, muss im Gegenzug etwas bekommen, sonst tragen nur die Gutmütigen bei.
  • Wie sieht Teilen aus, bei dem alle gewinnen? Das ist uns die wichtigste Frage. Eine solide, ehrlich arbeitende Firma kann von einem belastbaren Netzwerk nur profitieren — sie konkurriert heute gegen Behauptungen, die niemand prüfen kann. Ein Modell, in dem auch der Auftragnehmer mitmachen will, weil seine Zuverlässigkeit endlich sichtbar wird, wäre etwas anderes als ein Bewertungsportal, das über Firmen urteilt, ohne sie zu fragen.
  • Was soll es nicht werden? Kein anonymer Preisvergleich, der die billigste Firma nach oben spült und regionale Beziehungen zerlegt. Wir glauben, dass der Wert im Gegenteil liegt: in belastbaren, oft örtlichen Netzwerken, in denen man weiß, mit wem man es zu tun hat. Wenn geteiltes Wissen gute lokale Firmen sichtbarer macht, hat es sich gelohnt. Wenn es nur Preise vergleichbar macht, nicht.

Technisch ist der erste Schritt übrigens klein — und die eigentliche Hürde ist banal: Es fehlt ein verlässlicher Schlüssel, um zu erkennen, dass die „Müller GmbH" hier und die „Müller GmbH" dort dieselbe Firma sind. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wäre der Kandidat. Die schwierigen Fragen sind trotzdem nicht die technischen.

Wie sähe das aus Ihrer Sicht aus? Würden Sie teilen — und wenn ja, was, und wofür im Gegenzug? Wir sind ehrlich neugierig: Schreiben Sie uns. Solche Gespräche haben bei uns bisher jede Funktion angestoßen, die etwas taugt.